Zum Inhalt springen

NEU IM BLICK – OSTERN

Zwei Darstellungen zu Ostern finden Sie in der Barmer Antoniuskirche.
Gemeinde St. Antonius
Datum:
2. Apr. 2026
Von:
Werner Zimmermann

Von fast jedem Platz aus sieht man links hinter der Marienstatue große Bronzetafeln. Sie bilden einen Abschluss des Kreuzwegs und zeigen Geheimnisse des Glorreichen Rosenkranzes.

Der Tod und die Grablegung Jesu sind nicht das Ende.

Das leere Grab auf der ersten Tafel zeigt uns das Ereignis von Ostern, wie es Markus (16, 1-8) beschreibt. Frauen kommen zum Grab, um die Totensalbung vorzunehmen. Sie finden den offenen Eingang, das leere Grab und einen jungen Mann. Der zeigt auf die Stelle, wo der Leichnam lag und weißt mit langem Arm nach oben: Gott hat ihn auferweckt, er ist nicht hier. Die Frauen stehen starr vor Schrecken.

Was wäre mit mir, wenn ich an ihrer Stelle gestanden hätte? 

Ein anderer Blick führt zum Eingang der alten Antoniuskirche.

Über dem Portal zur Turmkapelle ist ein Relief: der auferstandene Jesus über dem leeren Grab und daneben die Bewacher. Sie fliehen vor Angst.

Zwei Sichtweisen aus unterschiedlichen Zeiten: Das leere Grab mit seinen offenen Fragen und der siegreich auferstandene Herr.

Was spricht mich an?

In diesem Jahr fällt das christliche Osterfest mit dem jüdischen Pessach zusammen.

Am Sederabend der jüdischen Familien fragt das jüngste Kind: „Was unterscheidet diese Nacht von allen anderen Nächten?“ Eine Antwort gibt uns das Exultet in der christlichen Osternacht:

„Dies ist die Nacht, die unsere Väter, die Kinder Israels, aus Ägypten befreit und auf trockenem Pfad durch die Fluten des Roten Meeres geführt hat. Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg“. 

Wir feiern Ostern, die Nacht der Befreiung. Aus Sklaverei und vom Tod.